Einführungsseminar
3 Tage 09-12 Uhr & 13-17 Uhr
Hier erklären wir Ihnen in sehr kurzer und vereinfachter Form, welche Inhalte die einzelenen Module beinhalten:
Modul 1 – Politik und Grundrechte
Wir erklären, wie der Staat funktioniert:
Was ist Demokratie? Wer entscheidet in Deutschland? Welche Rechte und Pflichten hat jeder Mensch?
Sie lernen das Grundgesetz kennen und verstehen, warum Freiheit und Gerechtigkeit so wichtig sind.
Modul 2 – Wirtschaft, Soziales und Umwelt
Wir sprechen über Arbeit, Geld und soziale Sicherheit.
Was bedeutet „Sozialstaat“? Welche Hilfe gibt es für Familien, Kranke oder ältere Menschen?
Außerdem reden wir über Umwelt- und Klimaschutz – und was jeder selbst tun kann.
Modul 3 – Integration
Hier geht es um das Leben in Deutschland:
Was erwartet die Gesellschaft von Zugewanderten – und umgekehrt?
Wir zeigen, wo man Hilfe bekommt und wie man sich selbst engagieren kann.
Ziel ist: gemeinsam leben, voneinander lernen, miteinander wachsen.
Modul 4 – Familie, Gesundheit und Erziehung
Wir erklären, wie Schule, Beruf und Gesundheitssystem in Deutschland funktionieren.
Themen sind Familie, Gleichberechtigung, Kinder, Arbeit und Gesundheit.
So lernen Sie, sich im Alltag gut zurechtzufinden.
Die einzelnen Module im Detail
Hier finden Sie die Inhalte der einzelnen Module in detaillierter Form:
Modul 1 – Politik und Grundrechte
Lerninhalte:
- Grundwissen Demokratie: Überblick über Geschichte der Staatsformen (Demokratie, Diktatur)
- Was bedeuten und wie funktionieren Demokratie und Gewaltenteilung?
- Der föderale Staat BRD und die Bundesländer: Kurze Landeskunde und Einblick in die föderale Struktur Deutschlands
- Institutionen: Bundespräsident, Bundeskanzler, Bundestag, Bundesrat Lernziel: Die TN entwickeln Verständnis für Demokratie als Lebensform und ihre Grundwerte und Strukturen wie Gewaltenteilung. Sie lernen die Institutionen des Staates – insbesondere den deutschen Föderalismus – kennen und entwickeln ein positives Verhältnis zur Demokratie, was das Vertrauen in demokratische Strukturen und Prozesse fördert.
Medien:
- Schaubilder demokratische Strukturen in Deutschland
- Arbeitsblätter
- Kurzfilme und Material des Deutschen Bundestages und bpb
- Landkarten mit BRD und Bundesländern
- Fotos (z.B. Bundestag, Kanzleramt, einige Länderparlamente)
Didaktische Methode:
- TN äußern sich zu persönlichen Erfahrungen mit Diktaturen und Unrechtsstaaten
- Abfrage: welche Länder sind Demokratien, welche Diktaturen?
- Unterrichtsgespräch: Welche Vorteile bietet eine Demokratie?
- Rollenspiel: Parlamentsdebatte mit Austausch von Meinungen zu einer politischen Frage (von den TN vorgeschlagene Frage)
Erfolgskontrolle:
- Test mit Bildern zum Ankreuzen
Lerninhalte:
- Wie werden Staat und Gesellschaft definiert? Welches Verhältnis besteht zwischen beiden?
- TN beschäftigen sich mit Formen ehrenamtlichen Engagements (Feuerwehr, Vereine, Helferkreise für Geflüchtete, etc.)
- Worin besteht kulturelle Vielfalt in Deutschland? TN lernen Beispiele kennen und thematisieren Vorteile der kulturellen Vielfalt
- Was bedeuten Religionsfreiheit und religiöse Vielfalt für Deutschland? TN erkunden religiöse Landschaft Deutschlands
- TN lernen Medienvielfalt und Pressefreiheit als Grundwerte kennen und beschäftigen sich mit verschiedenen Medien (Print, TV/Radio, Internetmedien)
Lernziel:
Die TN entdecken die kulturelle, religiöse und mediale Vielfalt in
Deutschland als grundlegenden Wert und Rahmen für ein gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben und Miteinander. Sie verstehen ehrenamtliches Engagement als Gewinn für Staat und Gesellschaft und Medienvielfalt und Pressefreiheit als Wesensmerkmale einer liberalen
demokratischen Gesellschaft.
Medien:
- Schaubilder
- Arbeitsblätter
- Zeitungen/Zeitschriften
- Kurzfilme
- Religiöse Symbole
- „Interkultureller Kalender“ der BRD
- Vereinspräsentationen, z. B. Feuerwehr
- Objekte aus Vereinsengagement (Feuerwehrhelm, Fußball)
- Fotos von Vereinsengagement
- Flyer von Kultureinrichtungen
- bpb-Material „Vielfalt“
- https://www.vielfalt-mediathek.de
Didaktische Methode:
- Umfrage, wer in welchen Vereinen sich engagieren möchte Unterrichtsgespräch: welche kulturellen und religiösen Milieus kennen TN aus ihren Herkunftsländern?
- Abfrage: Welche Medien in Deutschland sind den TN bekannt? Welche Medien gibt es in den Heimatländern?
- Informationen vs. „Fake News“: die TN erarbeiten auf Karteikarten Positionen zu diesen Stichworten
Erfolgskontrolle:
- Quiz mit Bildern
- TN malen ein Bild: Vielfalt in meiner Stadt und Umgebung
Lerninhalte:
- Was ist Politik?
- Die politischen Abläufe im demokratischen Rechtsstaat
- Parlamentarismus: Wie funktionieren der Bundestag und die Landesparlamente?
- Politische Wahlen als Grundlage von Demokratie
- TN lernen die wichtigsten Parteien und ihre Rolle für Politik und Meinungsbildung kennen
- Politische Mandate als Macht auf Zeit
- Regierung und Opposition als Akteure der Politik
- Zivilgesellschaft und demokratisches Engagement der Staatsbürger
Lernziel:
Die TN verstehen die politischen Abläufe der Demokratie in Deutschland als Modell für politische Teilhabe und Beispiel eines Systems von Checks and Balances in einer liberalen Demokratie. Sie erkennen in den Parteien und politischen
Institutionen gemeinwohlorientierte durch Kontrolle und Opposition in ihrem Handeln beschränkte Akteure.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Kurzfilme Bundestag
- Wahlplakate demokratischer Parteien
- Muster von Wahlzetteln
Didaktische Methode:
- Unterrichtsgespräch: Vorteile Demokratie gegenüber Diktatur
- TN äußern sich: welche Parteien kennen sie?
- „Memory-Spiel“: Parteien, führende Persönlichkeiten, Logos und Ziele
Erfolgskontrolle:
- Schriftlicher Test mit einfachen Fragen zum Ankreuzen
Lerninhalte:
- TN lernen Grundlagen des Rechtsstaats und Rechtswesens kennen
- Sie verstehen die Bedeutung freier unabhängiger Gerichte und die Rolle von Richter, Staatsanwalt und Verteidiger
- TN nehmen das Grundgesetz (GG) als Verfassung Deutschlands in den Blick
- Sie lernen die unveräußerlichen Grundrechte nach dem GG kennen (Art. 1-20)
- Menschenrechte und internationale Konventionen als Maßstab, Norm und Grenze für politisches und staatliches Handeln
Lernziel:
Die TN erkennen den demokratischen Rechtsstaat und die liberale Demokratie als Staats- und Lebensform, in der die Grund- und Menschenrechte einklagbar gewährleistet sind und das Zusammenleben zwischen Menschen und Gruppen unterschiedlicher politischer Ausrichtung und Überzeugungen konsensorientiert verwirklicht wird.
Medien:
- Schaubilder
- Arbeitsblätter
- Grundgesetz in einfacher Sprache
Didaktische Methode:
- Gruppenarbeit mit Arbeitsauftrag: jeweils Plakat erstellen zu wichtigen Grundrechten: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Gleichberechtigung der Frauen
- Unterrichtsgespräch: Warum ist es wichtig, dass Gerichte unabhängig sind?
Erfolgskontrolle:
- Gemeinsame Plakateauswertung
Lerninhalte:
- Wie ist Gesetzestreue und Loyalität zum Staat zu verstehen und zu handhaben (auch im Systemvergleich Rechtsstaat – Diktatur)?
- Wo liegt die Grenze der Pflicht zur Gesetzestreue (z.B. klassischer „Tyrannenmord“, Gesetzestreue im Unrechtsstaat?)?
- Worin äußert sich Rede- und Meinungsfreiheit? Wie sind diese in Deutschland institutionell gesichert?
- Wie konkretisiert sich Versammlungsfreiheit?
Lernziel:
Die TN erkennen die Wahrnehmung der Rechte und Pflichten der Staatsbürger einer liberalen Demokratie als grundlegende Werte und Haltung einer integrativen Gesellschaft und zugleich als Voraussetzung für ein positives Verhältnis zwischen Bürgern und Staat. Sie erkennen Vertrags- und Gesetzestreue im privaten, persönlichen, sozialen und öffentlichen Leben als Voraussetzung für ein gelingendes Zusammenleben.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Film mit einfach verständlicher TV-Gerichtsverhandlung („Barbara Salesch“; frühe Folge mit 25 min.)
- https://www.lpb-bw.de/demokratiebildung-konzept
- https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-in-einfacher-sprache/249820/buergerrechte/
Didaktische Methode:
- Spielszene Gerichtsprozess (Rollenspiel): „Versammlungsfreiheit versus Gewaltverbot“ (TV-Nachrichtenbericht von gewaltsamer Demonstration, anschließend 15-20 min. Simulation einer Gerichtsverhandlung
Erfolgskontrolle:
- Gruppenabfrage zu Begriffen wie Gesetzestreue, Prozess, etc.
Modul 2 – Wirtschaft, Soziales und Umwelt
Lerninhalte:
- TN lernen Wirtschaftsmodelle kennen: Marktwirtschaft, Soziale Marktwirtschaft, Planwirtschaft
- Sie nehmen unterschiedliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln wahr
- TN beschäftigen sich mit freier Berufswahl als Ausdruck auch ökonomischer Teilhabe und Selbstbestimmung
- TN erfahren die Bedeutung des Interessenausgleichs zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften
- Wie werden im Rechtsstaat Konflikte zwischen Tarifpartnern geregelt?
- Was bedeutet Streikrecht?
- Worin besteht die Sozialpflicht des Eigentums?
- Wie definieren sich Vertragspflichten gegenüber Arbeitgebern und Geschäftspartnern?
Lernziel:
Die TN verstehen die Ziele, Grundlagen, Strukturen und Abläufe einer sozialen Marktwirtschaft (Sozialstaat Deutschland und EU) als Voraussetzung, Potenzial und Raum für freie Entfaltung, Teilhabe und Selbstbestimmung des Einzelnen in beruflicher und ökonomischer Hinsicht. Sie gewinne Einsicht in die Sozialpflicht des Eigentums und die gewaltfreie Konfliktlösung als Bedingung für friedliches Zusammenleben.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Kurzfilme Wirtschaftssysteme
- Statistiken über Unternehmen, Beschäftigte
- Plakate der Tarifpartner (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften)
- Medienberichte über Streiks
Didaktische Methode:
- Fallbeispiele für Vertragspflichten (Arbeitsvertrag; Mietvertrag)
- Rollenspiel Tarifverhandlung
- Unterrichtsgespräch: Warum schützt der Staat Eigentum?
Erfolgskontrolle:
- Quiz mit Bildern
Lerninhalte:
- TN lernen Grundlagen des Sozialstaats nach dem Modell der „Sozialen Marktwirtschaft“ als deutsches Modell kennen
- Sie verstehen Solidarität und soziale Gerechtigkeit, Inklusion und Teilhabe als Grundwerte des Sozialstaats
- Der soziale Schutz und die Inklusion sozial Schwacher wird als Grundaufgabe des Sozialstaats definiert (z. B. Mindestlohn)
- Besondere Bedeutung und Rolle der Gewerkschaften als sozialer Akteur
- TN nehmen das Verhältnis von Renten und Demographie in den Blick
Lernziel:
Die TN verstehen die Notwendigkeit eines funktionierenden Sozialstaats als Voraussetzung sozialer Inklusion und Teilhabe sowie unverzichtbare Dimension zur Förderung der gesellschaftlichen Kohäsion.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Schaubilder, u.a. Bevölkerungspyramide
- Infofilme über soziale Brennpunkte
- Infomaterial Sozialeinrichtungen und deren Arbeit
Didaktische Methode:
- Gruppenarbeit mit Arbeitsauftrag: jeweils Plakat erstellen „Warum muss der Staat als Sozialstaat handeln“: Beispiele Hilfe für Arme, Mindestlohn
- Rollenspiel (2 Personen): ein Arbeitgeber und ein Arbeiter diskutieren über Mindestlohn
Erfolgskontrolle:
- Gemeinsame Plakateauswertung
Lerninhalte:
- TN identifizieren Grundlagen und Formen der Globalisierung als Wesenszug der politischen und wirtschaftlichen Gegenwart
- Klimawandel und Klimakrise kommen als Voraussetzungen für eine weltweite Klimapolitik in den Blick
- Die TN erkennen den komplexen Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie
- Ökologische Bildung wird als Bestandteil werteorientierter Bildung erkannt
Lernziel:
Die TN erkennen den politischen Handlungsbedarf im Blick auf die Klimakrise (Klimapolitik). Sie gewinnen Einsicht in den komplexen Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie und die Notwendigkeit ökologischer Bildung.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Dokumentarfilm (leicht verständlich) – Umweltprobleme
- Material von Umweltverbänden, z. B. BUND oder Greenpeace
Didaktische Methode:
- Rollenspiel zum Thema: „Plastikmüllentsorgung im Meer“ (wirtschaftliche Interessen vs. Umweltschutz
- Besichtigung Mülltrennung im Unterrichtsgebäude
Erfolgskontrolle:
- Test mit Bildern und Fragen
Modul 3 – Integration
Lerninhalte:
- TN thematisieren Formen der Migration und deuten Unterschiede zwischen Arbeitsmigration, Armutsmigration, Asylmigration, Flucht vor Bürgerkrieg
- Erwartungen der Migranten werden erarbeitet
- Erwartungen an Migranten werden benannt
- Herausforderungen, Chancen und Probleme in der Wirklichkeit werden identifiziert
Lernziel:
Die TN reflektieren die unterschiedlichen Wurzeln und Motivcluster von Migration und verstehen, das eigene Selbstbild als Zugewanderte mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung von Migranten und Migration in Beziehung zu setzen.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Material von Asylverbänden, z. B. Pro Asyl
- Material von Helferkreis und Hilfsorganisationen
Didaktische Methode:
- Offenes Unterrichtsgespräch über Flucht- und Migrationsgründe; TN erzählen persönliche Fluchtgeschichten und -motive
- Gruppenarbeit und Erstellen von Plakaten: Erwartungen der Migranten/
Erwartungen an Migranten - Arbeitsauftrag Einzelarbeit: Formulieren von 1-2 Sätzen:
„Ich erwarte von Deutschland…“ und „Deutschland/die Deutschen erwarten von mir…“ - Besuch eines Helfers aus einem Flüchtlingskreis
Erfolgskontrolle:
- Gemeinsame Auswertung Plakate und Einzelarbeiten
Lerninhalte:
- Staatliche Leistungen werden benannt
- Beratungsangebote und Hilfsangebote (Helferkreise) werden vorgestellt
- Integrationsangebote (Vereine) werden thematisiert
- TN beschäftigen sich mit Möglichkeit des Community-Building der Zugewanderten (ethnisch, religiös, sprachlich)
Lernziel:
Die TN erfahren die Vielfalt von Hilfs- und Beratungsangeboten als wichtigen Beitrag für die eigene Integration.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Materialien von Hilfs- und Beratungsinstitutionen
- Infomaterial/Übersicht über Migranten-Communitys
Didaktische Methode:
- Unterrichtsgespräch:
- Welchen Communities ordnen sich die TN persönlich zu?
- Wie definieren die TN ihre Identität (Mehrfachnennungen möglich)
- Sind sie schon aktiver Teil solcher Communities?
- Wo sind die Probleme solcher Communities (Ghettobildung etc.)?
- Suchen von Infos im Internet
Erfolgskontrolle:
- Einzelaufgaben: Eigenständiges Suchen (via Handy und Internet) nach einschlägigen Institutionen im Internet mit Verschriftlichung der Ergebnisse auf Arbeitsblättern (Namen, Kontaktdaten und Webseiten der Institutionen)
Lerninhalte:
- Integration in institutionelle und gesellschaftliche Abläufe
- Integration durch Bildung: Spracherwerb
- Integration in Kitas, Schul- und Berufsausbildung
- Integration in soziale Strukturen und Vereine
Lernziel:
Die TN erfahren die Vielfalt von Hilfs- und Beratungsangeboten als wichtigen Beitrag für die eigene Integration und erkennen eigenen Kompetenzerwerb als Voraussetzung dafür.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Infomaterial z.B. von Kitas (Anmeldeformular), Vereinen
- https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/514339/migrantische-selbstorganisierung-als-demokratische-praxis/)
Didaktische Methode:
- Suchen von Infos im Internet (gemeinsam über Unterrichts-PC und einzeln über TN-Handys)
- Aufgabe: Herausfinden von Kontaktdaten (Kitas, Schulen, Arbeitsamt in Nähe des Unterrichtsorts)
- Gruppenaufgabe: Wer hilft wobei? Eigenständige Recherche im Internet und Erstellen von Plakaten (z. B.
Erfolgskontrolle:
- Einzelaufgaben: z. B. eigenständiges Ausfüllen eines Kitaantrags, Recherche von Schulen und Ärzten vor Ort
- Erkundung: welche Vereine gibt es am Unterrichtsort (Internetrecherche)
Modul 4 – Familie, Gesundheit und Erziehung
Lerninhalte:
- Besonderer Schutz der Familie lt. Grundgesetz
- Gleichheitsgrundsatz
- Familienpolitische Leistungen und Schutzmechanismen des Staates
Lernziel:
Die TN erfahren die Vielfalt von Hilfs- und Beratungsangeboten als wichtigen Beitrag für die eigene Integration und erkennen eigenen Kompetenzerwerb als Voraussetzung dafür.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Infomaterial z.B. von Kitas (Anmeldeformular), Vereinen
- https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/514339/migrantische-selbstorganisierung-als-demokratische-praxis/)
Didaktische Methode:
- Suchen von Infos im Internet (gemeinsam über Unterrichts-PC und einzeln über TN-Handys)
- Aufgabe: Herausfinden von Kontaktdaten (Kitas, Schulen, Arbeitsamt in Nähe des Unterrichtsorts)
Erfolgskontrolle:
- Einzelaufgaben: z. B. eigenständiges Ausfüllen eines Kitaantrags
Lerninhalte:
- Übersicht über das Schulwesen, insbes. das mehrgliedrige Schulsystem in Bayern (Mittelschule, Realschule, Wirtschaftsschule, Gymnasium)
- Bedeutung von Berufsschulen und Berufsausbildung
- Universitäten mit Freiheit von Lehre und Forschung
Lernziel:
Die TN lernen das differenzierte Schulsystem in Bayern kennen und können Schulen benennen, die für ihre Familien in Frage kommen. Sie lernen die Hochschullandschaft in ihrer ausgeprägten Vielfalt kennen.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Infomaterial von Schulen (Webseiten, Jahresberichte)
- Prospekte und Infomaterial von Universitäten und Hochschulen
Didaktische Methode:
- Einleitendes Unterrichtsgespräch: das Schulsystem in den Herkunftsländern
- Suchen von Infos im Internet (gemeinsam über Unterrichts-PC und einzeln über TN-Handys) nach unterschiedlichen Schularten
- Aufgabe: Herausfinden von Schulen und Kontaktdaten am Unterrichtsort (Grundschule, Mittelschule, Gymnasium, Berufsschule)
- Unterrichtsgespräch:
- Welchen Sinn macht Berufsausbildung an Schulen?
- Welche Berufe haben die TN bzw. wollen TN ergreifen?
- Rollenspiel (3 Personen): „Kein Bock auf Berufsausbildung“? Ein jugendlicher Schüler will keine Berufsausbildung machen, sondern direkt einen Beruf ohne Ausbildung ergreifen. Ein Lehrer und der Vater versuchen ihn zu überzeugen, wie wichtig eine Berufsausbildung ist
Erfolgskontrolle:
- Einzelaufgabe: z. B. eigenständiges Ausfüllen eines Kitaantrags
- Gemeinsame Besprechung
- Gruppenarbeit: Plakate erstellen mit Profil für unterschiedliche Schulen (Grundschule, Mittelschule, Gymnasium, Berufsschule)
Lerninhalte:
- Wie funktioniert das Gesundheitswesen in Deutschland? Grundlagen:
- Krankenkassen/Versicherungspflicht
- Hausärzte, Fachärzte (Prinzip der Überweisungen), Kliniken
- Notfallversorgung
Lernziel:
Die TN lernen das ausdifferenzierte Gesundheitswesen in Deutschland kennen und können benennen, welche medizinische Einrichtungen wofür zuständig sind.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Werbematerial von Krankenversicherungen
- Webseiten von Arztpraxen am Unterrichtsort (Hausärzte, Fachärzte)
- Webseite der nächstgelegenen Klinik
Didaktische Methode:
- Unterrichtsgespräch: Welche Erfahrungen haben TN bisher mit dem deutschen Gesundheitswesen gemacht?
- Gruppenarbeit: Warum ist eine Pflicht zur Krankenversicherung sinnvoll?
- Gruppenarbeit in drei Gruppen mit Erstellung je eines Plakats:
- Profil und Aufgaben von Hausärzten/Fachärzten/Kliniken
- Suchen von Infos im Internet (gemeinsam über Unterrichts-PC und einzeln über TN-Handys) nach Ärzten am Unterrichtsort (Hausärzte, Fachärzte)
- Aufgabe: Herausfinden von Schulen und Kontaktdaten am Unterrichtsort (Grundschule, Mittelschule, Gymnasium, Berufsschule)
Erfolgskontrolle:
- Schriftlicher Test (über Internet mit eigenen Handys):
- Recherche von Arztpraxen (Hausarzt; Zahnarzt, Kinderarzt, Orthopäde) sowie nächstgelegener Apotheke am Unterrichtsort
- Recherche von nächstgelegener Klinik am Unterrichtsort
Stundenplan
Unser Ziel
Am Ende wissen Sie:
Wie Deutschland funktioniert, welche Rechte Sie haben – und wie Sie aktiv mitmachen können.
Bildung bedeutet Teilhabe. Teilhabe bedeutet Integration.
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Kein Problem – wir beraten Sie gerne unverbindlich.
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